Rundum fit – Effektiv Fett verbrennen


Kartoffel-, Ananas- oder Atkins- Diät – um fit für den Frühling zu werden, machen viele Menschen eine Diät nach der anderen. Dabei kann man allein mit der richtigen Ernährung und ausreichend Bewegung auf gesunde Art und Weise Pfunde verlieren. Dem Ernährungsbericht der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) zufolge, haben über 65 Prozent der Männer und etwa 55 Prozent der Frauen Übergewicht. Um Krankheiten wie z.B. Herz-Kreislaufbeschwerden entgegenzuwirken, gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder man führt dem Organismus weniger Nahrungsenergie zu, und hier insbesondere weniger Energie in Form von Fettkalorien, oder man baut ein gesteigertes Maß an körperlicher Aktivität in den Alltag ein, ohne dabei mehr zu essen. Eine Kombination dieser beiden Möglichkeiten eignet sich am besten, um langfristig sein Gewicht zu reduzieren bzw. ein Zuviel an Fett effektiv zu verbrennen. Ausgewogen ernähren Um dauerhaft das Körpergewicht bzw. den Körperfettgehalt zu reduzieren, sollte man in erster Linie eine Ernährungsumstellung in Angriff nehmen. Eine ausgewogene und bedarfsgerechte Ernährung enthält einen hohen Anteil an Kohlenhydraten (50 – 60%), hochwertigem Eiweiß (15 – 20%) und wenig Fett (25 – max. 30%). Den größten Kohlenhydratanteil sollten die so genannten »komplexen Kohlenhydrate« einnehmen. Diese sind vor allem in Getreideprodukten und Kartoffeln zu finden. Im Gegensatz zu den »einfachen« Kohlenhydraten, die in Süßigkeiten, Kuchen und Limonaden vorkommen, verhindern sie Blutzuckerschwankungen und wirken auf diese Weise den gefürchteten Heißhungerattacken entgegen. Drei Komponenten Als hochwertige Eiweißquellen empfehlen sich magere Fleischsorten, Geflügel, Fisch und fettarme Milch und Milchprodukte. So wird gleichzeitig auch der Anteil der tierischen Fette in der Nahrung reduziert. Der Bedarf an pflanzlichem Fett sollte vor allem mit hochwertigen Pflanzenölen und Nüssen gedeckt werden. Um einen Gesamtüberblick über die Hauptnährstoffe und ein Verständnis für die richtige Ernährung zu bekommen, bietet sich zunächst ein Blick auf die Ernährungspyramide an. Bei Einhaltung dieser Orientierungshilfe für eine gesunde Ernährung kann gleichzeitig auch auf eine adäquate Versorgung mit Vitaminen und Mineralstoffen geschlossen werden. Kohlenhydrate, Eiweiß und Fett stellen, wie schon erwähnt, die Hauptnährstoffe unserer täglichen Ernährung dar. Um eine Gewichtsreduktion von Erfolg zu krönen, sollte aber stets darauf geachtet werden, dass die tägliche Energiezufuhr den täglichen Energieverbrauch nicht übersteigt. Der Energieverbrauch des Menschen besteht aus drei Komponenten: Grundumsatz, Thermogenese (Wärmebildung) und körperliche Aktivität. Der Grundumsatz ist der Energieverbrauch eines Menschen bei völliger Ruhe und Entspannung zwölf Stunden nach der letzten Nahrungsaufnahme. Er entspricht derjenigen Energiemenge, die für die Aufrechterhaltung aller Körperfunktionen (z.B. Zellerneuerungsprozesse, Konstanthaltung der intra- und extrazellulären Ionenverteilung, Herzarbeit, Atmung usw.) benötigt wird. Der Anteil des Grundumsatzes am Gesamtenergieverbrauch beträgt 55 – 70%. Thermogenese Unter Thermogenese versteht man den Energieverbrauch durch wärmebildende Stimuli wie beispielsweise Verdauung, Muskelarbeit, Hormone oder Medikamente. Der Anteil am Energieverbrauch beträgt ca. 10%. Während Grundumsatz und Thermogenese nur wenig beeinflussbar sind, trifft das für die dritte Komponente – die körperliche Aktivität – nicht zu. Ihr Anteil am Gesamtenergieverbrauch ist stark variabel und beträgt zwischen 15 – 35 Prozent, bei Athleten 50 Prozent und mehr. Eine sinnvolle Reduktion der Nahrungsenergie bewegt sich zwischen 500 und 800 kcal pro Tag. Durch diese Energierestriktion ist sowohl eine ausreichende Sättigung als auch eine adäquate Versorgung mit lebenswichtigen Nährstoffen (Vitamine, Mineralstoffe) gewährleistet.
Ein zu großes Kaloriendefizit ist längerfristig nicht empfehlenswert, da es neben einer Nährstoff-Unterversorgung zum gefürchteten Jojo-Effekt kommen kann. Wird die tägliche Energieaufnahme nämlich zu stark gedrosselt, auf z.B. weniger als 1 000 kcal pro Tag, dann schaltet unser Körper sprichwörtlich auf Sparflamme. Was einerseits unsere Überlebens-chancen in Notzeiten verbessert, erschwert uns andererseits eine gewünschte Körpergewichtsreduktion. Parallel dazu ist unser Organismus gerade nach Nahrungskarenz auf Speicherung programmiert, was eine rasche Gewichtszunahme nach einer Diät zur Folge hat. Am Jojo-Effekt kann man erkennen, wie bedeutend eine Ernährungsumstellung im Rahmen einer Gewichtsreduktion ist. Langfristig gesehen sollte der Gewichtsverlust ein halbes bis ein Kilogramm pro Woche nicht übersteigen (7 000 kcal durch Essen eingespart entsprechen etwa einem Kilogramm Gewichtsverlust). Sport, vor allem Ausdauersport, ist das einzige Mittel, womit der Grundumsatz und dadurch der Kalorienbedarf nach oben geschraubt werden kann. Denn je mehr Muskelmasse vorhanden ist, desto effektiver ist die Fettverbrennung (jedes Pfund Muskeln verbrennt etwa 17- bis 25-mal mehr Kalorien als die gleiche Menge Fett). Außerdem läuft der Stoffwechsel nicht nur während des Sports auf höheren Touren, sondern auch noch bis zu zehn Stunden danach. Neben dem positiven Einfluss auf den Energieumsatz und die Fettverbrennung schützt die »Wunderwaffe« Sport vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes, sorgt für erholsameren Schlaf, verbessert die Verdauung, stärkt das Immunsystem und hilft, Stress abzubauen. Sport für Einsteiger Viele Sportarten eignen sich für das Ausdauertraining bzw. für den Fettabbau. Das Wichtigste aber: Der Spaß sollte immer an erster Stelle stehen. Und sollte sich doch ab und zu Langeweile einschleichen, so probiert man öfter mal was Neues oder verabredet sich mit Gleichgesinnten zur gemeinsamen Sportstunde. Für Einsteiger eignen sich am besten Sportarten wie Inline-Skating, Walking, Schwimmen (v.a. Brust- und Rückenschwimmen) oder Radfahren. Diese sind im Vergleich zum Jogging gelenkschonender und daher zu Beginn einer Gewichtsreduktion empfehlenswerter. Der wünschenswerte Trainingsumfang beträgt drei Einheiten pro Woche. Die Fettreserven werden effektiver angegriffen, trainiert man zunächst mit einer niedrigeren Intensität. Wird mit zu hohem Tempo Sport betrieben, kommt man nicht nur schnell aus der Puste, sondern man verbraucht ausschließlich Kohlenhydrate anstatt des gewünschten Fetts. Mit fortwährender Trainingsdauer und einem dadurch erzielten besseren Trainingszustand wird der Fettstoffwechsel optimiert, so dass auch bei einer Erhöhung der Trainingsintensität eine effektive Fettverbrennung erfolgt. Am besten kann die Trainingsintensität über die Herzfrequenz kontrolliert und bestimmt werden. Ganz entscheidend bei sportlichen Aktivitäten ist eine adäquate und regelmäßige Getränkezufuhr. Durch die Zufuhr von Mineralwasser und Sportschorlen wird dem Körper nicht nur die verloren gegangene Flüssigkeit und Energie wieder zugeführt, sondern auch die mit dem Schweiß ausgeschiedenen Mineralstoffe, v.a. Calcium und Magnesium. Ernährung und Bewegung sind wie die Zähne eines Zahnrads, die ineinander greifen müssen, um die ungeliebten Fettpölsterchen effektiv schmelzen zu lassen

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